Payment Service Provider




Im Idealfall, oder wenn es nicht anders gewünscht wird, übernimmt der Payment Service Provider den gesamten Zahlungsverkehr, von der Zahlungsabwicklung bis hin zum Inkasso. Bei der Wahl des richtigen Anbieters sollte man im Vorfeld überlegen, welche Zahlungsmöglichkeiten angeboten werden sollen - und müssen. In einigen Branchen (z.B. Browserspiele) werden bestimmte Zahlungssysteme bevorzugt, die bei einem Online-Shop eher eine untergeordnete Rolle spielen würden. Digitale Waren werden im Gegensatz zum physischen Warenhandel anders abgerechnet, hier stehen Micropayment-Systeme und Mobile Payment Systeme häufig an erster Stelle.


Die richtige Schnittstelle - Der technische Aspekt


Mit dieser ersten Überlegung kann man die Zahl der möglichen Anbieter schon etwas eingrenzen, um aber den idealen Anbieter zu finden, kommen wir auch um die technischen Details nicht herum. Um es kurz zu sagen: Nahezu alle Anbieter bieten Schnittstellen zu ihren Payment-Systemen, die "in der Regel" eine problemlose Implementierung in bestehende Systeme zulassen. Trotzdem macht es Sinn, beispielsweise als Betreiber einer bekannten Shop-Software nach einem Anbieter zu suchen, der ein Modul oder Plugin passend zur eigenen Software anbietet. So erspart man sich Zeit und Ärger einer Schnittstellen-Anpassung und den damit verbundenen Programmierarbeiten.


Nahtlose Integration in die eigene Webseite?


Ein weiterer wichtiger Punkt ist das optische Erscheinungsbild der Payment-Seite. (Auswahl der Zahlungsmöglichkeiten, Eingabemasken beispielsweise bei einer Kreditkartenzahlung, etc.) Nicht jedes Payment lässt sich optisch 1:1 an das eigene Webdesign anpassen. Sofern eine nahtlose Integration in die eigene Webseite geplant ist, sollte man sich im Vorfeld informieren, ob dies möglich ist.


Payment Service Provider möchten auch verdienen...


... und manchmal nicht zu knapp, möchte man meinen, wenn man die Konditionen von so manchem Anbieter betrachtet. Aber gerade im Bereich Payment sollte man nicht auf den Cent schauen, hier zählen vor allem die Leistungen! Wünscht man Full-Service? Darf es auch Mahnwesen und Inkasso sein? Risk-Managment wie beispielsweise Fraud Screening ist mindestens ebenso wichtig wie die Kosten für eine Transaktion - Zahlungsausfall und hohe Kosten (Rückbuchungen, etc.) durch Betrug können kleine wie große Unternehmen gleichermassen stark treffen. Neben den monatlichen Kosten und Transaktionskosten sollte man auch die zusätzlichen Gebühren für Storno, Mahnwesen und andere Sonderleistungen beachten, hier gibt es teilweise erhebliche Unterschiede.

Internationalisierung?


Wenn man International agieren und in verschiedenen Sprachen und Ländern den Kunden ein einheitliches Payment anbieten möchte, ist dieser Punkt natürlich von entscheidener Bedeutung. Einige Provider sind auf bestimmte Länder spezialisiert, können dort auch lokale Zahlungsmethoden wie beispielsweise Lastschrift anbieten oder lassen Zahlungen in verschiedenen Währungen zu. Wer nur gelegentlich Kunden aus dem Ausland empfängt, fährt meist mit der Zahlungsmöglichkeit Kreditkarte am besten, viele Anbieter bieten ihre Payment-Wallets in verschiedenen Sprachen an.

Anforderungen definieren den richtigen Anbieter


Die Anforderungen an einen Payment Service Provider können unterschiedlicher nicht sein. Für den einen ist es wichtig, dass er mit dem gleichen set-up über Jahre hinweg stabil processen kann. Für den andere ist es von allergrößter Bedeutung, einen Payment Service Provider zu haben, der das set-up eines Händlers in kürzester Zeit auch um individuelle Features erweitern kann.

CommDoo als Beispiel für eine hochflexible
Full-Service-Plattform


Beispielhaft für eine individualisierbare Plattform ist das Angebot der CommDoo GmbH, die Händlern den Zugang zu einer maximalen Anzahl von Diensten bereitstellt und die individuellen Anforderungen der Händler, z.B. bei Schnittstellen, berücksichtigt.

Ogone als Beispiel für eine hochskalierbare
Volumen-Plattform


Demgegenüber bietet z.B. die in Belgien ansässige Ogone ihren Kunden eine stärker vereinheitlichte Plattform, deren Stärken insbesondere bei Händlern mit einem hohen Transaktionsvolumen in Kombination mit konstanten Prozessen zum Tragen kommen.

pay.on als Beispiel für eine Plattform für
Payment Service Provider


Es gibt viele Payment Service Provider, aber nur die wenigsten haben tatsächlich eine eigene technische Plattform. Die meisten, insbesondere auch die kleinen Anbieter, nutzen die Plattform eines Dritten Anbieters, wie z.B. die Plattform der pay.on.